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Backpacking Thailand

3 Wochen Backpacking durch Thailand

Pagode in Chiang Mai
Pagode in Chiang Mai

Das Abenteuer geht los!

Am 02.03.2017 startete meine 3-wöchige Backpacking-Reise nach Thailand. Es war für mich die dritte Thailandreise, jedoch das erste Mal alleine. Ich flog von Frankfurt über Dubai nach Bangkok. In Bangkok angekommen hatte ich noch 3 Stunden Zeit, bevor mein Anschlussflug nach Chiang Mai ging. Diese Stadt liegt im Norden Thailands und war mein erstes Ziel. Die Zeit nutze ich, um etwas zu essen, ehe ich wieder in den Flieger stieg.

Chiang Mai

 Chiang Mai, die Rose des Nordens: Nachdem ich mein Rucksack hatte, nahm ich mir ein Taxi zu meinem Hostel namens „ZZ House“. Nebenbei: Ich kann dieses Hostel wärmstens empfehlen. Kein Luxus, aber Preis-Leistung ist perfekt, sauber und der Gastgeber ist einfach der Hammer. Nach dem einchecken ging ich in Richtung Altstadt, die ich aus dem Vorjahr bestens kannte. Ich aß eine Kleinigkeit, ging über den Nachtmarkt und ließ mich anschließend noch massieren. Eine Stunde für 200 Bath (ca. fünf Euro). Danach ging ich zu Bett, da ich relativ müde war. Die nächsten zwei Tage habe ich in der Altstadt von Chiang Mai fünf Tempel besichtigt. Es waren zwei tolle Tage. Ich hatte meine Kopfhörer auf, hörte Seeed und lief durch die Altstadt bei 35 Grad und Sonnenschein. Immer wieder gönnte ich mir zwischendurch einen frischen Smoothie für 40 Bath (ca. ein Euro) oder einen großen Kaffee und beobachtete das wilde Treiben.

In Chiang Mai ist zwar der Tourismus schon lange angekommen, aber trotzdem ist es immer einen Besuch wert, da die Stadt sehr viel zu bieten hat. Auch außerhalb Chiang Mais gibt es viel zu sehen. Im vergangenen Jahr hatten meine ehemalige Freundin und ich einen Ausflug zu einer Elefantenfarm gebucht. Dieses Programm kostete mehr als bei üblichen Anbietern, dafür wird eine artgerechte Haltung der Tiere gewährleistet. Jeder Besucher bekommt einen Elefanten zugeteilt, den man über die Zeit seines Besuches näher kennenlernt, mit ihm trainiert und sogar zusammen badet - sehr zu empfehlen. Wenn jemand Action möchte, bucht er einfach das Ziplineabenteuer. Es gibt einiges zu sehen in der zweitgrößten Stadt Thailands.

 

Ich traf mich am letzten Abend mit dem Gastgeber und einigen weiteren Backpackern zu einen Muay Thai Kampf. Obwohl ich jetzt das dritte Mal in Thailand war, habe ich so einen Kampf noch nie erlebt. Es waren viele Durchläufe und die Veranstaltung dauerte etwa vier Stunden, als die ersten von unserer Gruppe genug hatten. Ich entschloss mich noch ein wenig zu bleiben. So kam es dann, dass ich der letzte war. Ich machte mich auf den Weg in Richtung Hostel. Nur wo war es? Vor dem Kampf war es hell und jetzt stockdunkel. Da mir keiner sagen konnte, wohin ich musste, entschloss ich mich einfach in eine Richtung zu laufen. Im Nachhinein war es genau die Entgegengesetzte. Nach einer Stunde Fußmarsch und der Erkenntnis der totalen Desorientierung, hielt ich ein Taxi an. Dieser fuhr mich schließlich in guten 15 Minuten zum Hostel. Total fertig fiel ich ins Bett.

Muay Thai Kampf
Muay Thai Kampf Chiang Mai Box Stadium

Am nächsten Morgen, es war der 06.03.2017, nahm ich mir ein Tuk Tuk und fuhr zum Busbahnhof. Die Reise ging weiter Richtung Pai.

 

Pai liegt nordwestlich von Chiang Mai an der Grenze zu Myanmar. Mit einem Minibus für sage und schreibe 160 Baht (4 Euro für 120 km). Die Fahrt dauerte ca. drei bis vier Stunden, mit einem kurzen Stopp für Toilettengänge oder/und kaufen von Snacks und Wasser. Diese Strecke ist sehr kurvenreich - es sind 768, um genau zu sein. Man sieht ab und zu mal Menschen, die sich aus einem Minivan rausbeugen und die frische Luft genießen

Pai

Pai: Im Pai angekommen, organisierte ich mir ein Taxi zu meiner Unterkunft. Ich tauschte meine Handynummer, mit einem deutschen Namens Max, den ich im Minivan nach Pai kennengelernt habe, aus. Danach fuhr ich ins Hotel und checkte ein. Der Besitzer der Bungalowanlage war äußerst freundlich und zuvorkommend und fragte mich, ob ich ein Roller bräuchte. Ich willigte ein und kurz darauf war schon der Rollervermieter da und ich bekam einen Roller. Ich fuhr damit ins Dorf und aß noch etwas. Danach war Schlafenszeit.

Am nächsten Morgen frühstückte ich in meiner Unterkunft und verabredete mich mit Max. Ich fuhr zum Treffpunkt in Pai. Mein Bungalow war ca. zehn Minuten entfernt. Max war noch am Frühstücken, da sein Hostel kein Frühstück anbot.

 

Max hatte bis dato noch keinen Roller, somit mussten wir zu einem Rollerverleih in Pai. Dann ging unsere Reise los. Als Erstes fuhren wir zu einem Wasserfall, der wenig spektakulär war. Das Problem war der Hochsommer in Thailand, wodurch der Wasserfall so gut wie kein Wasser führte. Als Nächstes haben wir die „Pai Memorial Bridge“ besichtigt. Ein wirkliches Highlight ist sie nicht, aber für einen kurzen Stopp ganz in Ordnung. Danach fuhren wir zum Pai Canyon. Nachdem man die Roller unten auf dem Parkplatz abstellen musste, ging man noch gute zehn Minuten recht steil nach oben. Ein wirklich schöner Platz. Hier bekommt man richtig coole Urlaubsbilder. Max und ich waren relativ mutig und haben ein wenig im Canyon geklettert. Somit kamen wir an Stellen, an denen sich nicht alle heranwagten. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ca. sechs Stunden unterwegs und wir entschieden uns etwas essen zu gehen. Ich fuhr mit Max zu seinem Hostel, da er mir erzählte, dass er jemanden kennengelernt habe und er mit uns essen gehen möchte. Es war ein Holländer namens „Christian“. Ein sehr freundlicher Zeitgenosse. Zu dritt fuhren wir zu einem anderen Hostel und holten nochmals Backpacker ab. Dieses Mal waren es Bekanntschaften von Christian. Es waren vier Amerikaner. Zu siebt ging die Reise endlich Richtung Pai zum Essen. Wir aßen gemeinsam und sind über eine Art „Nachtmarkt“ in Pai gelaufen. Nette kleine Souvenirs, keinen Ramsch und jede Menge an Street Food. Wer auf Süßes steht, für den ist es ein El Dorado. Danach trennten sich unsere Wege.

Der dritte Tag in Pai begann wieder mit einem Treffen mit Max. Dieses Mal kam Christian noch dazu. Christian hatte die Idee zu einer Höhle zu fahren - gesagt, getan. Die reine Fahrzeit schätze ich auf zweieinhalb Stunden. Zwischendurch stoppten wir immer mal wieder, um Erinnerungsfotos zu knipsen. Angekommen an der Höhle zahlten wir den Eintritt von 150 Baht. Die vier Euro sind im Nachhinein ein echter Witz. Knappe vier Euro für einen privaten Guide, dessen Führung über 75 Minuten dauerte. Das ist ein wahrer Preis-Leistung-Knüller. Die Tour war sehr schön und am Ende fuhren wir auf einem Bambusfloss aus der Höhle hinaus und machten uns auf den Rückweg. Christian fragte uns, ob wir noch Lust auf ein Bad in den heißen Quellen hätten. Wir hatten zwar keine Badehosen dabei, aber die Unterhosen machten es auch. ;-) Eine Überwindung war es ehrlich gesagt schon, da das Thermometer 35°C anzeigte. Wir kamen relativ spät in Pai an und es war schon dunkel. Wir gingen noch etwas zusammen essen und ich verabschiedete mich von den Beiden. Für mich war damit der Aufenthalt in Pai leider vorbei, da ich in zwei Tagen nach Koh Phangan flog. Der Flug dorthin und die Unterkunft waren von mir schon in Deutschland vorgebucht, da ich die Fullmoon Party besuchen wollte und die Preise zu dieser Zeit astronomisch hoch sind.

Am nächsten Morgen fuhr mich der Besitzer der Bungalowanlage nach Pai zum Busterminal. Mit dem Minivan ging es wieder zurück nach Chiang Mai, wo ich noch eine ungemütliche Nacht verbrachte. Das Bett war voller Bettwanzen und zudem schlug jemand nachts gegen mein Fenster, sodass an Schlaf nicht zu denken war.

 

 

Es war der 10.03.2017 und ich flog von Chiang Mai nach Surat Thani. Surat Thani ist der Dreh und Angelpunkt, wenn es um eine Weiterreise zu den Inseln im Osten geht. Am Flughafen in Surat Thani angekommen, kaufte ich mir ein Kombiticket: Bus zum Pier und Fähre nach Koh Phangan. Nach zwei Stunden Busfahrt war ich am Pier angekommen. Alles war mir sehr vertraut, da ich ein Jahr zuvor bereits hier war.

 

Ab auf die Fähre und weitere drei Stunden Fahrt. Auf dem Wasser lernte ich zwei deutsche junge Frauen kennen. Eine davon hieß Julina.

Koh Phangan

Koh Phangan: Die nächsten zwei Tage teilte ich mir ein Zimmer mit ihr, weil sie selbst keines vorgebucht hatte. Für mich war es kein Problem, da ich mir die Hälfte vom Preis sparte und sie sehr nett war. Am zweiten Tag waren wir zusammen am Strand. Wir lernten auf dem Rückweg zum Bungalow Steve kennen, der wie wir alleine unterwegs war. Wir tauschten unsere Handynummern aus und trafen uns abends zum Essen in der Nähe unserer Bungalows.

 

Heute war der 12.03.2017 und der Tag der Fullmoon Party. Julina und ich kauften uns mittags extra neonfarbige Tanktops. Wir verbrachten den Tag eher gemütlich, da wir für die Party fit sein wollten. Abends kam Steve vorbei und wir kauften uns Bier. Wir tranken, hörten Musik und warteten bis es dunkel wurde. Wir nahmen uns ein Taxi und fuhren auf die Party. Ich höre so ziemlich alles an Musik, nur die Lieder auf der Fullmoon Party trafen einfach nicht meinen Geschmack. Diese Party ist zu kommerziell geworden. Sogar Black Beats werden gespielt und das geht am Grundgedanken vorbei. Der Ursprung liegt im elektronischen Musikgenre. Die Getränkepreise sind für thailändische Verhältnisse sehr teuer. Es ist eine Party für die breite Masse. Allzu lange blieben wir nicht, da es uns nicht gefiel und verließen die Party zwischen zwei und drei Uhr morgens. Übrigens erzählte mir Steve, dass er auf einer Waterfallparty war und diese richtig gut sei. Gute elektronische Musik, weniger Menschen, billiger und eine unschlagbare Atmosphäre.

Am nächsten Tag reiste Julina weiter nach Koh Tao. Steve und ich verbrachten den Tag zusammen. Ursprünglich wollte ich mir für den letzten Tag einen Roller mieten, Steve meinte jedoch, dass ich mir das Geld sparen und bei ihm mitfahren könnte. Also fuhren wir mit seinem Roller zu einem Wasserfall, den Steve ein paar Tage zuvor besichtigt hatte. Es gab eine kleine Plattform mit einem Seil, an diesem konnte man sich ins Wasser schwingen. Danach sind wir zu einem sehr schönen Strand gefahren, haben was gegessen, danach gebadet und haben einfach nur die Zeit genossen. Abends besuchten wir einen kleinen Markt. Da dieser sehr überschaubar war, gingen wir kurze Zeit später in Richtung Strand, an dem wir eine Bar aufsuchten. Dort tranken wir noch einige Biere und plauderten.

 

Am 14.03.2017 fuhr ich zum Pier in Koh Phangan und kaufte erneut ein Kombiticket für die Fähre und dem Bus nach Koh Lanta. Koh Lanta befindet sich unterhalb von Krabi. Diese Tour umfasste neun Stunden und war sehr anstrengend.

Koh Lanta

Koh Lanta: Ich kam am frühen Abend an meinem Bungalow an. Nach einem kurzen Check-In hatte ich Hunger. Die Eigentümerin erzählte mir, dass ihre Schwester am Strand eine Bungalowanlage mit einem Restaurant betreibt. Es waren ca. zehn Minuten zu Fuß. Ich aß und trank etwas und danach begab ich mich zurück ins Bungalow und legte mich schlafen.

 

Am nächsten Morgen steuerte ich erneut das kleine Strandrestaurant an und frühstückte ausgiebig. Am Tisch neben mir nahm ein junges Pärchen Platz. Als ich mit dem Frühstück fertig war, ging ich zur Theke um zu bezahlen. Ich passierte den Tisch des Pärchen und plötzlich fiel mir auf, dass mir die junge Frau bekannt vorkam. Es war Stefanie, meine erste Liebe. Wir waren damals ca. acht Jahre alt und verbrachten einen großen Teil unsere Kindheit zusammen. Wir haben uns aus den Augen verloren, als ich 14 Jahre alt war, da meine Eltern und ich wegzogen. Im Alter von 21 Jahren sahen wir uns wieder, aber leider tauschten wir damals unsere Nummern nicht aus. 14 Jahre später in Thailand war es unser zweites Wiedersehen. Wir freuten uns riesig. Sie war mit ihrem Mann Marcell unterwegs, mit dem ich mich auf Anhieb verstand. Wir quatschten über alte Zeiten und entschlossen uns, die nächsten zwei Tage miteinander zu verbringen. Wir mieteten 2 Roller und erkundeten die Insel. Wir waren an verschiedenen Strände wie z.B. der Lanta Klong Nin Beach und dem Long Beach. Wir sind zur Altstadt von Koh Lanta gefahren, die nicht wirklich sehenswert war. Beim „Mu Koh Lanta Nationalpark“ haben wir unsere Roller abgestellt, Eintritt bezahlt und sind zum Strand geschlendert. Dieser Nationalpark ist voller kleiner frecher Affen. Zum Thema freche Affen: Wir legten unsere Sachen am Strand ab und gingen im Wasser schwimmen. Marcell und ich waren in einer Diskussion als Stefanie plötzlich lautstark auf sich aufmerksam machte, dass ein Affe an unserem Platz sei. Ich sah wie der Affe begann, sich an meinem Rucksack zu vergreifen. Mit Steinen bewaffnet, spurtete ich zu meinem Rucksack. Nur leider halfen mir die Steine nicht, da ich den Affen aus vollem Lauf immer wieder verfehlte. Somit war er wenig beeindruckt. Ich hatte noch wenige Meter bis zu meinem Rucksack und der Affe schon seine Hand in meinem Rucksack. Er zog die Hand raus und hatte meine Mütze in der Hand. Glücklicherweise hat er diese auf seiner Flucht fallengelassen. Man muss höllisch auf seine Sache aufpassen.

Den Besuch bei „Lanta Animal Welfare“ möchte ich hervorheben.  Lanta Welfare ist ein Tierheim der besonderen Art. Ein großes Lob an die taffen Freiwilligen aus der ganzen Welt, die dort täglich großartige Arbeit leisten! Auch die Tiere schienen einen glücklichen Eindruck zu machen. Toll fanden wir, dass das Team möglichst viel zu recyceln versucht. Jedes Material findet eine neue Verwendung. So kann man dort seine alten Klamotten, die man nicht wieder aus seinem Urlaub mitnehmen möchte, abgeben und zu Hundedecken umfunktionieren lassen, oder es werden aus alten Zeitschriften Papierschnipseln für die Katzentoiletten gemacht.
Man wird darauf hingewiesen, dass Spenden wirklich nötig sind, jedoch bekam man nicht das Gefühl, zum Spenden genötigt zu werden. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass jede Unterstützung, sei es das Ausführen der Hunde, Kuscheln der Katzen oder der Kauf von Merchandise mit großem Dank angenommen wird. Wir wären gerne ein wenig mit einem Hund spazieren gegangen, aber es war wahnsinnig heiß an diesem Tag.

 

Am letzten Abend aßen wir zusammen und gönnten uns in einer coolen Strandbar, in der man auf Matten am Strand liegt, Cocktails. Am nächsten Morgen nach unserem gemeinsamen Frühstück verabschiedeten wir uns voneinander. Dieses Mal, tauschten wir aber unsere Handynummer aus. Stefanie und Marcell gingen weiter auf die Insel Koh Phi Phi, ich blieb noch ein Tag.

 

Wieder alleine fuhr ich noch ein wenig mit dem Roller herum. Ich ging noch am Strand Nui Beach baden. Danach sah ich auf meiner Karte, die ich anfangs von den Bungalowbesitzern bekommen hatte, dass es im Urwald versteckt, einen kleinen Wasserfall gab. Der Weg zu diesem Wasserfall war sehr abenteuerlich. Ich kam mir ein wenig wie Indiana Jones vor. Ich war gute 30 Minuten unterwegs, doch diese hatten sich gelohnt. Ein wirklich schöner Wasserfall und genau die richtige Abkühlung, die ich brauchte. Der Rückweg war dann weniger schön, da ich wieder einmal ein Erlebnis mit einem Affen hatte. Ich kann mir bis heute nicht erklären, was diese Tiere für ein Problem mit mir haben. Er schreite mich an.

Echt beeindruckend was aus so einem kleinen Tier herauskommen kann. Das Problem: Er rief Verstärkung. Es waren mindesten sechs bis acht Affen. Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Angst. Das Schreien und die wilden Bewegungen hatten mich eingeschüchtert. Zum Glück konnte ich einen größeren Ast ergreifen, womit ich immer wieder in Richtung der Affen schlug. Ich bin rückwärtsgelaufen und wiederholte abermals diese Prozedur. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließen die Affen von mir ab und ich konnte unverletzt den Urwald verlassen. An diesem Tag war ich bedient. Ich aß noch eine Kleinigkeit und ging schlafen, da ich mich entschlossen habe weiter zu reisen.

Am nächsten Morgen checkte ich aus, nahm ein Taxi und fuhr zum Pier. Ich kaufte ein Bootsticket für die Insel Koh Jum.

Koh Jum/ Koh Pu

Koh Jum: Die Ankunft war sehr abenteuerlich. Das Boot stoppte. Es wusste keiner so richtig, was nun vor sich ging. Ich sah aus dem Fenster und erkannte, dass sich uns viele Longtailboote näherten. Ein Mitarbeiter des Bootes rief verschieden Namen, es waren Unterkunftsnamen. Ich bewegte mich in Richtung Ausgang. Ich hörte den Namen meiner Unterkunft. Auf meine Meldung wurde mir das Longtailboot gezeigt. Ich musste vom normalen Boot, über 3 Longtailboote steigen bis ich schließlich in meinem saß. Daraufhin ging die Fahrt Richtung Strand los. Auf diese Art und Weiße habe ich noch nie ein Boot verlassen bzw. bin auf eine Insel befördert worden.

 

Am Strand angekommen wartete ein Rollertaxi, das mich zu meiner Bungalowunterkunft brachte. Da es relativ früh am Tag war, aß ich etwas und mietete mir einen Roller direkt bei der Familie, bei der ich mein Bungalow hatte. Ich hatte vorab gehört, dass die Köchin, die auch die Chefin ist, das beste Essen der Insel kocht. Verglichen habe ich nicht, aber ihr Essen war ein Traum, wirklich!

 

Ich erkundete die Insel mit dem Roller. Sie ist relativ klein und somit ist man schnell überall gewesen. In Koh Jum ist der Massentourismus noch nicht angekommen. Die Insel hat erst seit 2009 Elektrizität. Sie wird mit der Insel Koh Samui verglichen, aber vor 30 Jahren. Koh Jum bzw. Koh Pu heißt übersetzt Krabbeninsel. Wenn man am Strand liegt, kann man die unzähligen Krabben bei ihrem wilden Treiben beobachten. Für mich hat die Insel sein ganz eigenes Flair. Ich fühlte mich ein wenig wie Robinson Crusoe. Man fährt und fährt mit dem Roller, plötzlich muss man bremsen, da 30 bis 40 Affen von einer Seite des Urwaldes zur anderen wollen. Nebenbei bemerkt: Die Affen auf Koh Jum sind im Gegensatz zu denen auf Koh Lanta nicht aggressiv.

Ich verbrachte die nächsten 3 Tage im Einklang mit mir selbst, da ich zum ersten Mal auf meiner Reise „alleine“ war. Natürlich war ich die ganze Reise als „Alleinreisender“ unterwegs, aber an jedem Ort habe ich Menschen kennengelernt, nur auf Koh Jum nicht. Das war auch zur Abwechslung mal schön. Ich entschied mich am dritten Tag abzureisen, da mein Rückflug in zwei Tagen ging. Es wäre viel zu anstrengend gewesen, am Rückflugtag von der Insel Koh Jum nach Krabi, von Krabi nach Bangkok zu fliegen. Somit checkte ich aus. Die Chefin fuhr mich mit ihrem Roller an den „Hafen“, der kein wirklicher Hafen, sondern eher ein Bootssteg ist. Sie besorgte mir noch das Kombiticket für die Fähre und den Bus, der zum Flughafen Krabi fuhr.

 

 

Falls „Du“ mal auf Koh Jum bist, lege ich dir diese Unterkunft ans Herz. Ban Ban Bungalow heißt es uns das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als gut. Ich zahlte für einen riesigen Bungalow 8 Euro pro Nacht. Wie anfangs erwähnt, ist die Küche außergewöhnlich gut. Was ein wenig stören kann, ist der morgendliche Muezzinruf, da die Moschee genau gegenüber ist. Ich hatte Ohrenstöpsel dabei, hörte es trotzdem. Gestört hat es mich aber dennoch nicht.

 

Ich fuhr mit dem Boot ans Festland und mit dem Bus zum Flughafen. Ich kaufte noch ein paar Snacks und dann ging es schon los. Der Flug nach Bangkok.

Bangkok

Bangkok: Die einen lieben, die anderen hassen Bangkok. Ich habe schon viele geteilte Meinung über die Stadt gehört, aber ich liebe Bangkok.

 

Im Jahre 2016 hatte ich in Bangkok mehr Zeit. Ich buchte eine Tour, in der ich viel gesehen habe: Verschiedene Tempel, der Blumenmarkt und der Königspalast. Eine Foodtour durch Chinatown war auch mit dabei.

 

Dieses Mal diente der Bangkok Aufenthalt nur zur Akklimatisierung. Angekommen am Hauptflughafen „Suvarnabhumi“, nahm ich mir ein Taxi und fuhr zum meinem Hostel. Dieses lag in der Backpackerhochburg, die Khao San Road.

 

Ich würde einen Besuch der Khao San Road eher am Anfang eines Trips empfehlen. So machen es auch die meisten, da dieser Ort schon mit dem Ballermann verglichen werden kann und für manche ein echter Kulturschock ist. Die Khao San ist ca. 400 Meter lang und ist eine ganz „eigene Welt“.

 

Ich hatte mal wieder Hunger. Somit war ich in der Khao San Road genau richtig. Danach lief ich noch ein wenig durch den Bezirk. Ich war müde. Bevor ich ins Hostel ging, besorgte ich mir Sticky Rice mit Mango, ein Thaiklassiker. Eine Mischung von süß und salzig, gepaart mit dem fruchtigen Geschmack der Mango - einfach himmlisch. Mit dieser Nachspeise im Gepäck, ging ich in mein Hostel.

Der letzte Tag war angebrochen. Ich nahm ein Taxi und fuhr zu einem Blumenmarkt. Die Entfernung vom Blumenmarkt zu meinem Hostel war ca. zehn km. Ich kam auf die glorreiche Idee diese Strecke zurückzugehen, statt mit dem Taxi zu fahren. Dieser Weg war leider von meiner Seite aus unterschätzt. Somit war es ein langer und anstrengender Weg bei 37 Grad. Der „Chao Phraya“ war in Sicht. Der Chao Phraya ist der Hauptverkehrsfluss und ich wusste aus dem Vorjahr, dass ich mit dem Boot zu einem Anlegesteg in der Nähe des Khao San fahren könnte. Ich fragte einen Polizisten, der auch auf ein Boot wartete, nach dem richtigen Boot. Er sagte ich solle mich setzen, er werde mich informieren, wenn es kommt. Der Polizist gab mir das Zeichen und zeigte auf das kleine Boot, das sich dem Steg näherte. Ich stieg ein und fuhr zu meinem Ziel. Mittlerweile hatte ich mich per WhatsApp mit Stefanie und Marcell, die auch in Bangkok angekommen waren, für den heutigen Abend verabredet. Somit ging ich zurück ins Hostel und duschte.

 

Am frühen Abend suchte ich die zwei in einer Bar in der Khao San auf. Wir tranken ein wenig Alkohol und liefen über die Khao San. Marcell und ich probierten geröstete Riesenheuschrecken. Ich muss sagen, es war gar nicht so schlecht. Es war mittlerweile 23 Uhr und mein Rückflug startete um 03 Uhr. Somit blieben mir noch vier Stunden Zeit. Es war sehr schade, dass ich gehen musste. Dieser Abend hätte einen typischen „Hangoverabend“ gegeben. Es war Zeit sich zu verabschieden. Im Hostel angekommen duschte ich schnell, packte meinen Rucksack und war gegen Mitternacht auf der Straße und hielt ein Taxi an.

 

Da ich mich in der Nähe der Khao San befand und jetzt keine Lust mehr hatte weiter weg zu laufen, wollte der Fahrer einiges mehr als normal. Nach kurzen Verhandlungen und der Information, dass ich das dritte Mal hier bin und ich die Preise kenne, fuhren wir los. Es war definitiv die schnellste Taxifahrt die ich erlebt habe. Er fuhr auf der Schnellstraße 130 km/h und schaute sich nebenbei eine bollywood-ähnliche Serie auf seinem Handy an. Da ich den Alkohol ehrlich gesagt merkte, war es mir egal. Wir kamen beide unversehrt am Flughafen an. Ich betrat den Flughafen und checkte ein und bald darauf ging mein Flug nach Deutschland. Somit endete meine Backpackingreise. Es war ein außergewöhnlich schöner Urlaub. Ich lernte viele Menschen kennen, hatte viel gesehen und habe viel gelacht. Es war meine dritte Thailandreise und bei einem bin ich mir sicher… es war nicht meine Letzte!

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