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Oh du schönes Thailand!

Thailand - 20 Tage quer durch das Land

Sonnenuntergang
Monja und ich beim Sonnenuntergang

Endlich war es soweit...

Es war endlich soweit! Freitag, der 01. Februar. Meine Freundin und ich haben diesen Tag lange herbeigesehnt. Unser erster langer Urlaub in Zweisamkeit. Für mich war es allerdings der 4. Thailandbesuch. Nur sollte dieser ein ganz besonderer werden…!

 

Unser Flug ging von Frankfurt über Dubai nach Bangkok. Anschließend hatten wir noch einen Inlandflug nach Chiang Mai. Die Stadt liegt im Norden Thailands und ist die zweitgrößte im Land. Wir waren logischerweise von der doch langen Reisezeit müde und freuten uns riesig, als wir schließlich an unserer Unterkunft ankamen. Schnell eingecheckt und unser Willkommensgetränk war auf dem Tisch.

Bevor wir anstoßen, wollte Monja Ihre Mutter über unsere Ankunft informieren. Sie freute sich sehr angekommen zu sein und sagte „Jetzt fängt der Urlaub an“.

 

Gerade ausgesprochen war unser Horrorszenario perfekt.

 

Sie hatte Ihre Tasche nicht mehr. In dieser war ihr komplettes Geld und das Handy. Die Frage die sich uns stellte, wurde Sie am Flughafen in Chiang Mai geklaut?; im Flugzeug hatte Sie ihre Tasche noch, oder liegt sie noch im Taxi? Ich versuchte erstmal meine Freundin zu beruhigen, was in so einer Situation schwierig ist. Die Frau von der Rezeption bekam unsere Unruhe mit und fragte ob alles in Ordnung sei. Ich klärte sie über die Situation auf. Darauf telefonierte sie mit dem Flughafen. Nach gefühlten Stunden kam sie auf uns zu. Wir hatten natürlich bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Schluck von unserem Getränk genommen. Sie sagte, dass die Tasche aufgetaucht ist und die Taxifahrerin zurückkommen würde. Wir müssten lediglich die Kosten vom Flughafen bis zur Unterkunft übernehmen (Wir sprechen über 3.50 Euro). Glücklich willigten wir ein und somit kam das Taxi 20 Minuten später bei uns an. Es war alles da! Nichts fehlte. Nicht mal 1 Euro!

 

Wir waren Gott froh und gaben logischerweise einiges mehr als Entlohnung. Auf diesen Schreck tranken wir nun endlich unseren Cocktail und konnten schon wieder lachen. Der Abend war noch sehr lustig. Ich war einfach übermüdet und so kam es, dass ich, beim hochlaufen zum Zimmer, innerhalb von ein paar Sekunden, zweimal die Treppen hochstürzte. Das sollte es noch nicht gewesen sein. Duschen war angesagt, nur ist mir zu spät aufgefallen, dass ich mit der Unterhose in der Dusche stand.                         Zum Abschluss vergaß ich meine Kontaktlinsen raus zu nehmen.

 

Was für ein verrückter Tag war das bitte!

Chiang >Mai - Die Rose des Nordens

Chiang Mai wird auch die Rose des Nordens genannt. Um den Altstadtkern sieht man aufwendig angelegte Blumenbeete. Wirklich sehr schön!

In den nächsten Tagen in Chiang Mai ging es nicht ganz so turbulent weiter. Wir besuchten mehrere Tempel und spazierten gemütlich in der Altstadt herum. Zwischendurch tranken wir einen Kaffee und anschließend ließen wir uns massieren. Unser Tempo war gemächlich. Wir wollten einfach so gut als möglich unseren Rhytmus finden und entschleunigen.

Wir hatten Glück. An diesem Wochenende war das 43. Blumenfest. Dieses wurde überwiegend in einem Park gefeiert. Auf der Hauptstraße vor dem Park waren größere Wagen (zu vergleichen mit unseren Karnevalswagen), wunderschön mit den verschiedensten Blumenvariationen geschmückt. Im Park selbst waren Skulpturen von Elefanten (aus Blumen natürlich), Pandas und verschiedene Blumenbeete zu sehen. Es war ziemlich viel los, was natürlich verständlich war. Wir verbrachten schöne Stunden auf dem Fest, schlenderten durch den Park und lagen im Grass.

 

Wir beendeten den Abend mit einem guten Essen, einem Cocktail und einer Massage.

Pai - Einfach mal die Seele baumeln lassen

Tag 4 war angebrochen und wir entschieden uns noch weiter in den Norden zu fahren. Pai war das Ziel. Der Kiffer und Opiumort. So wurde mir dieser Ort vor zwei Jahren beschrieben. Mir hat es damals sehr gut gefallen und somit wollte ich auch meiner Freundin den Ort zeigen. Mit dem Minivan ging es von Chiang Mail nach Pai.

 

Es sind 764 Kurven nach Pai. Nichts für schwache Mägen! Nach guten 3 ½ Stunden kamen wir an. Ich organisierte ein Taxi, mit dem wir schließlich zur Unterkunft fuhren. Naja, es war kein klassisches Taxi, sondern eher ein Roller mit einem Beiwagen, und genau in diesem saßen wir zwei mit unseren Rucksäcken. Willkommen in Thailand!

 

Nach dem Check-in musste ich das wichtigste unter Dach und Fach bringen. Die Anmietung eines Motor-Rollers. Unabdingbar, wenn man was sehen will. Der Besitzer der Anlage - übrigens ein ca. 70 Jahre alter Mann, der sowas von neben der Spur war, aber im positiven Sinne – fuhr uns in das kleine Dorf zu einem Vermieter. Die Anmietung war relativ schnell abgewickelt und somit fuhren wir noch weiter ins Dorf. Wir hatten Hunger! Nach dem Essen war es schon dunkel und somit ging es zurück in unser tolles Bungalow.

Der nächste Tag war angebrochen. Nach unserem Frühstück in der Unterkunft, fuhren wir zunächst ins Dorf um einen Kaffee zu trinken. Der Kaffee bei uns war nicht der beste. Es ist ein allgemeines Problem in Thailand einen guten Kaffee zu finden. Nachdem wir einen Kaffee getrunken hatten (der richtig gut war), stiegen wir auf den Roller und fuhren los.

 

Die erste Station – passt zum Thema – war Coffee in Love. Und nein, wir haben keinen Kaffee getrunken; lediglich die obligatorischen Fotos geknipst, bevor wir dann dem Touristenansturm (90 % Chinesen) entkommen konnten.

 

Love Strawberry Pai war das nächste Ziel. Das ist eine Erdbeerplantage und viele Verkaufsstände mit überteuerten Preisen. Nichts außergewöhnliches, aber doch nett anzuschauen.

 

Das Highlight kam jetzt. Der Pai Canyon. Nach einem kleinen Aufstieg hat man einen wunderbaren Ausblick über die Wälder und Klippen. Wenn man ein wenig klettert und mutig ist, kann man an tolle Plätze kommen. Auf jeden Fall sehenswert. Ich habe gehört, dass der Sonnenuntergang dort toll sein soll. Den habe ich leider nicht miterlebt.

 

Nach dem Canyon, hielten wir an einem Wasserfall, bevor wir nach Pai zurückfuhren. Wir aßen was im Dorf und besorgten uns Bier und Sprite im Seven Eleven. Anschließend setzten wir uns auf unsere Veranda und genossen unser Bier/Radler. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende.

Heute standen die Hotsprings auf der Tagesordnung. Wir wollten relativ früh bei den Quellen sein, um den Touristenansturm aus dem Weg zu gehen. Zuerst fuhren wir aber ins Dorf um unseren Kaffee zu trinken. Ohne, ging es nicht! Nach 30 Minuten Fahrt waren wir am Nationalpark angekommen. Unser Plan ging auf. Es waren sehr wenige Menschen vor Ort. Somit hatten wir die Quellen fast alleine für uns.

 

Als so langsam die Touristenscharen kamen, zogen wir weiter. Wir machten eine kurze Pause an der Pai Memorial Bridge und tranken an einem nahen gelegenen Restaurant einen Kaffee. Nach dieser Stärkung ging es wieder auf den Roller und wir fuhren zu einem riesigen, auf dem Berge gelegenen, Buddha. Es lagen einige Treppenstufe vor uns. Monja war ein wenig zu übermotiviert und überholte mich und zählte ihre Schritte “Eins, Zwei, Eins ….“ Weiter kam sie leider nicht, da sie an einer Treppenstufe gestolpert war. Sie lag auf dem Boden und wir lachten beide herzhaft. Passiert ist ihr nichts. Sie hatte eine kleine Schürfwunde, die ein wenig blutete. Leider mussten wir bei der Hälfte der Strecke abbrechen, da ich aus bis jetzt noch unerklärlichen Gründen heftigste Unterleibsschmerzen bekam. Es war für mich unmöglich weiter zu gehen. Somit brachen wir unser Vorhaben ab und traten den Heimweg an.

 

Zuhause angekommen war es mir schon deutlich besser und somit machten wir uns frisch und gingen in das Dorf. Wir aßen was und schlenderten durch die vollen Gassen in Pai. Ein Rotti mussten wir auf jeden Fall noch zum Abschluss essen, da es morgen wieder zurück nach Chiang Mai ging. Nachdem wir unseren Nachtisch genüsslich gegessen hatten, brachten wir unseren Roller zurück. Es gab keinerlei Komplikationen und ich bekam anstandslos meinen Reisepass. Den restlichen Abend, saßen wir mit einem „Chang“ auf der Veranda und hörten Musik.

 

Chiang Mai die zweite!

Der nächste Tag war gekommen und wir mussten Pai verlassen. Das nette kleine Dorf Pai ist einfach da um die Seele baumeln zu lassen. Nun waren wir in Thailand angekommen. Trotzdem ging es für eine Nacht zurück nach Chiang Mai, da wir samstags in Richtung Süden flogen. Genauer gesagt nach Surat Thani und von dort aus auf die Insel Koh Phangan. Somit ging es die heftige Strecke zurück nach Chiang Mai. Dieses Mal haben wir nicht mal 3 Stunden gebraucht, da unser Fahrer einfach nur „Krank“ gefahren ist. Das ist aber allgemein normal in Thailand. Nichts für schwache Nerven.

 

Angekommen in der Unterkunft, hüpften wir noch in den Pool, bevor wir was aßen. Schnell noch eine Fußmassage (die beste des ganzen Urlaubs) bevor der Abschluss kam. Der Nachtmarkt unser letztes Ziel. Wir kauften noch die obligatorischen Geschenke ein und gingen zurück ins Hotel um zu schlafen.

 

Koh Phangan - die Insel

Meer und Strand war heute angesagt. So ging es an den Flughafen von Chiang Mai. Wir flogen dort nach Surat Thani. Am Flughafen angekommen, kauften wir ein Ticket das uns zuallererst mit dem Bus an Pier brachte. Von dort aus ging es mit der Hightspeed-Fähre auf die Insel Koh Phangan. Schließlich nahmen wir uns ein Taxi und fuhren zu unserer ersten Unterkunft. Nicko, der französische Besitzer des Bungalows, war schon vor Ort und begrüßte uns. Er zeigte uns das Bungalow und zeichnete auf einer Karte, die seiner Meinung wichtigsten Orte, die wir besuchen sollten, ein.

 

Nebenbei gesagt: So einen Gastgeber hatte ich bis jetzt noch nie. Der Kühlschrank war gefüllt mit, Wasser, Orangensaft, Cola, Tee, verschiedenste Süßigkeiten, Bananen und Gläser waren vorgekühlt. Außerdem stand ein Roller bereit. Auch eine Schnorchelausrüstung und Strandmatten waren griffbereit. Außer der Roller, war alles inklusive. Besser geht es doch nicht!?

 

Die Dunkelheit war gekommen und somit war der Tag fast zu Ende. Wir duschten und gingen auf Empfehlung von Nicko (der den Tisch reserviert hatte) zu einem französischen Lokal. Dieses befand sich direkt am Strand. So ein tolles Ambiente habe ich noch nie gesehen. Wahnsinnig schön und zugleich gemütlich. Zweimal in der Woche gibt es Live Musik. Die Preise sind schon ein wenig hoch für thailändische Verhältnisse. Aber es lohnte sich defintiv. Wir nahmen beide Mamas Pasta. Es war einfach köstlich! Zufrieden gingen wir in unser Bungalow zurück.

 

Der nächste Tag war angebrochen und wir hatten erstmal Hunger. Angezogen und ab auf den Roller. Nach unserem Frühstück und einem halbwegs guten Kaffee, wollten wir die Insel erkunden. Wir fuhren zu einem Strand im Norden und erfrischten uns erstmal im Meer. Lange hielten wir es nicht aus, da dieser Strand leider sehr überlaufen war.

 

Daraufhin ging die Erkundungstour weiter. Ich wollte meiner Freundin einen Wasserfall zeigen, den ich selbst vor zwei Jahren gezeigt bekam. Dort angekommen, stiegen wir auf den Berg und knipsen einige Fotos. Danach ging es wieder abwärts. Ganz unten am Wasserfall, gibt es ein Becken in dem man baden konnte. Monja war es zu kalt, doch ich ließ mir die Gelegenheit nicht nehmen. Außerdem gab es am Rande des Beckens ein Seil das an einem Baum befestigt war. Mit diesem konnte man sich ins Wasser schwingen. Natürlich musste ich das machen! Nachdem ich ausgespielt hatte, ging es weiter.

 

Wir hielten gelegentlich an, um uns eine Kokosnuss oder einen Smoothie zu gönnen. Es ist jedes Mal aufs Neue wieder toll, einfach einen Roller zu mieten und planlos die Insel zu erkunden. Und somit ging dieser Tag auch zu Ende.

 

Heute wollten wir zum berüchtigten Bottle Beach fahren. Gesagt, getan. Auf den Roller und in Richtung Norden gefahren. Direkt am Pier wird man gleich abgefangen und gefragt, wohin man doch fahren möchte. Wir kauften uns ein Ticket und fuhren mit dem traditionellen Longtailboot zum Bottle Beach. Das Meer war ziemlich unruhig und somit die Fahrt auch. Wir hatten eine Gruppe von 4 Personen im Boot sitzen. Eine Frau davon, bekam solche Angst, dass sie die Rettungsweste anzog. Ich fand es relativ amüsant. Mir machte der Wellengang zum Glück nichts aus.

 

Wir kamen unversehrt am Strand an. Er war schön, keine Frage. Aber ein wirklicher Traumstrand war es nicht. Da wir früh hinfuhren, waren sehr wenig Menschen dort. Wir ruhten uns am Strand aus und gingen ab und zu schwimmen. Nach guten 4 Stunden fuhren wir zurück. Wir hatten genug. Vor allem kamen immer mehr Boote mit Massen an Touristen und es wurde uns zu viel. Am Festland angekommen, fuhren wir noch mit dem Roller durch die Gegend. Auf dem Weg sind uns Affen aufgefallen und somit entstand der Plan, dass wir hierher zurückfahren würden. Natürlich mit Bananen. Da wir heute den Sonnenuntergang genießen wollten und es zudem relativ spät war, entschlossen wir uns in Richtung Unterkunft zu fahren.

 

Auf Koh Phangan gibt es an jeder Ecke Wachhunde. Auch bei unserem Bungalow gab es einen. Immer wenn wir mit dem Roller ankamen, bellte er uns an. Heute stand er plötzlich auf unserer Veranda. Ich war skeptisch und traute ihm nicht wirklich. Doch er wedelte mit dem Schwanz. Somit sprang ich über meinen Schatten und machte den ersten Schritt. Ich streichelte ihn und holte ihm schließlich Wasser. Dies war der Beginn einer Freundschaft, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. In Zukunft begrüßte er zwar Monja immer, aber, wenn ich kam war meine Freundin abgemeldet. Und wie loyal der Hund uns gegenüber stand schildert diese Vorfall.

 

Wir hatten diese eine Situation. Wir fuhren mit unserem Roller an unser Bungalow. Kurz bevor wir an diesem ankamen, rannte uns ein Hund hinterher. Keine Ahnung was er wollte. Wie aus dem Nichts kam unser Wachhund. Er jagte förmlich diesen fremden Hund. Als er ihn schließlich hatte, biss er ihn. Er hatte uns beschützt! Somit wurde er unser Bodyguard.

 

Der Strandabschnitt unseres Bungalows war nicht gerade zum Baden geeignet, da er viel zu flach war. Aber spät am Nachmittag kam die Ebbe und somit konnte man weit ins Meer hinauslaufen. Wir kamen rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Es war der schönste den wir in diesem Urlaub gesehen haben. Es entstand das für uns schönste Urlaubsfoto. Somit passte einfach alles perfekt zusammen. Nach dieser tollen Erfahrung gingen wir was Essen und anschließend besorgten wir uns Bier im 7 Eleven. Wir saßen auf unserer Veranda mit Reggaemusik im Hintergrund und genoßen unsere Getränke.

Monja und ich beim Sonnenuntergang
Monja und ich beim Sonnenuntergang

Der nächste Morgen war angebrochen. Nach unserem Frühstück fuhren wir wieder einmal blind mit dem Roller umher. An diesem Morgen hatte es geregnet und somit war es kein Tag für den Strand. Es war zwar trocken, aber doch sehr bewölkt. Ich hatte bei Tripadvisor gelesen, dass es einen Minigolfplatz ganz in unserer Nähe geben würde. Gesagt, getan. Ein wirklich toll angelegter Platz. Er ist mit sehr viel Liebe erbaut worden. Unser Spiel dauerte 45 Minuten und war bis zum letzten Loch offen. Nach unserem Match fuhren wir noch umher, tranken hier mal einen Kaffee und dort eine frische Kokosnuss. Wir ließen uns einfach mal treiben, wie so oft in diesen Tagen.

Heute mussten wir weiterziehen. Wir entschieden uns zwar auf Koh Phangan zu bleiben, jedoch mussten wir die Unterkunft wechseln. Unser Gastgeber war pünktlich zum Checkout vor Ort und organisierte uns noch das Taxi. Nach kurzer Fahrzeit kamen wir an der neuen Unterkunft an. Es war traumhaft schön. Wir hatten sehr viel Glück mit unserem Bungalow.  Ganz vorne war es. Die erste Reihe. Aus der Tür raus und mit dem ersten Schritt im Sand. Einfach ein Traum! Auch dieser Gastgeber war sehr freundlich und zuvorkommend.  Er fuhr mich erstmal zum Rollerverleih. Monja wartete so lange am Strand. Nach einer sehr schnellen Abwicklung, waren wir wieder mobil. Somit startete wir unser Erkundungstour.  Wir waren jetzt im südlichen Abschnitt von Koh Phangan. Die letzte Unterkunft befand sich im westlichen Teil der Insel. Somit war der östliche Teil noch nicht von uns erschlossen.

 

 

Ich zeigte Monja den Partyabschnitt Haad Rin. Dort findet jeden Monat die bekannte Fullmoonparty statt. 2017 hatte ich diese besucht, war aber nicht überzeugt.

 

 

Wir gingen anschließend noch auf einen Foodmarkt, bevor wir uns Bier für den Sonnenuntergang am Strand besorgten. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, ging es noch am Strand auf und ab. Uns folgte ein kleiner gepflegter Hund. Es war nichts Außergewöhnliches, jedoch waren die Reaktionen der anderen Hunde eigenartig. Es schien förmlich, dass dieser Hund nicht sehr beliebt war und uns als Schutzschild nahm. Die Ebbe war da und wir gingen ein wenig weiter ins Meer.

 

Wir waren kurz vor unserem Bungalow. Der kleine Hund war noch immer an unsere Seite. Der Besitzer unserer Bungalowanlage hatte 3 schwarze Hunde und genau 2 davon kamen auf uns zu gerannt.

 

Monja bekam Angst und ehrlich gesagt war mir auch nicht mehr wohl. Der kleine Hund wich nicht von unserer Seite. Ich nahm die Hand meiner Freundin und versuchte aus dieser Situation raus zu kommen. Es gelang uns schließlich den Kleinen abzuschütteln, der wiederum ins Meer gesprungen war um den 2 schwarzen Hunden zu entkommen. Er riskierte förmlich zu ertrinken. Wir liefen mit schnellem Schritt zurück zu unserem Bungalow. Wir waren in Sicherheit. Ich bin überzeugt, dass die Hunde uns nichts angetan hätten, jedoch sicher war ich mir nicht. Somit hatten wir unser Bier redlich verdient.

Der Sonnenuntergang war gekommen und so endete dieser aufregende Tag.

 

Heute fuhren wir zum Beck’s Resort. Dort konnte man sich ein Kanu ausleihen. Unser Ziel war eine kleine Insel in der Nähe vom Thong Sala Hafen. Zwischen der kleinen Insel und Koh Phangan fuhren die Fähren und Boote durch. Unser Ziel war nicht weit von der Hauptinsel entfernt. Leider war das Meer sehr unruhig und wir trauten uns diese Überfährt nicht zu. Es war einfach zu gefährlich. Trotz allem hatten wir sehr viel Spaß. Wir paddelten ein wenig im offenen Meer. Anschließend gingen wir noch baden an diesem Strandabschnitt. Leider nicht lange. Das Meer war voller kleiner Qualen und darauf hatte ich gar keine Lust.

 

Wir hatten Hunger und fuhren in Richtung Norden, zu einem Restaurant, dass wir bereits kannten. Nach unserem Mittagessen, schauten wir auf unsere Karte. Wir bemerketen einen Strandabschnitt, den wir bis jetzt übersehen hatten. Auf den Roller und los ging es. Als wir ankamen, parkten wir zuerst den Roller, bevor es über eine abenteuerliche Bambusbrücke an den Strand ging. Und plötzlich war er da! Den Taumstrand der fast menschenleer war. Genau danach suchten wir seit Tagen. Es war einfach herrlich. Wir badeten und relaxen im Sand einige Zeit. Leider war dieser Strand kein Geheimtipp und so kam es, dass er sich füllte. Dies war wiederum für uns der Startschuss aufzubrechen.

 

Wir entschieden uns schließlich gemütlich einen Kaffee zu trinken. Nach unserer Kaffeepause fuhren wir an den Hafen. Es war so langsam Zeit das Rückfahrtticket für die Fähre zu besorgen, da wir in ein paar Tagen Richtung Bangkok fliegen mussten.

 

Der Abend war angebrochen und wir machten uns frisch. Schließlich war heute Valentinstag. Einen Tag davor, haben wir ein Lokal bemerkt welches von einem Schweizer geführt wurde. Uns hatte es sehr gut geschmeckt und somit reservierten wir einen Tisch für diesen Abend. Das Essen war sehr gut. Ein sehr gelungener, schöner Abend und wir beendeten diesen auf unserer Terrasse.

Unsere Erkundunstour ging weiter. Heute fuhren wir nach Osten. Als erstes stoppten wir an einem Wasserfall und machten unsere Fotos. Danach ging es weiter Richtung Strand. Als ich das vorletzte Mal auf Koh Phangan war, fand ich einen wirklich schönen Strand. Genau zu diesem fuhren wir. Er war zwar noch immer schön, leider aber zugleich überlaufen. Wir hatten vor eine Liege zu mieten. Keine Chance. Die Hotelanlagen haben es anscheinend nicht mehr nötig. Viele dieser Liegen waren frei, jedoch wurde uns mitgeteilt, dass sie ausschließlich für Hotelgäste reserviert sind. Demnach kühlten wir uns im Meer ab und zogen kurz daraufhin weiter.

 

Wir fuhren schließlich zu einem weiteren überlaufenen Strand; jedoch hatte ich auf unserer Karte gesehen, dass es einen versteckten kleinen Strand daneben gibt. Der Weg dahin ist wirklich abenteuerlich. Er führt an einem Hügel gelegen durch eine verlassene Bungalowanlage. Natürlich darf man dieses Gebiet offiziell nicht betreten. Das störte uns relativ wenig.

 

Somit ging die Reise weiter. Über Stock und Stein. Sogar an Stacheldraht vorbei. Bis schließlich der Strand kam. Er war zwar nicht zum baden geeignet, da viele Felsen im Wasser waren, doch er war wirklich wunderschön. Wir verweilten einige Zeit am Strand. Die Fotos mussten natürlich auch noch gemacht werden und zack, da war es geschehen. Die Kamera fiel ins Wasser. Natürlich habe ich gleich den Akku raus getan und auf dem Rückweg Reis gekauft und die Kamera in diesem über Nacht liegen lassen. Jedoch hat die Kamera sich nur noch bedingt erholt. Einiges funktionierte nicht mehr. Es war ärgerlich, aber davon ließ ich mir nicht die Stimmung verderben.

 

Es ging zurück, da es schon spät war. Der Hunger machte sich breit und so aßen wir eine Kleinigkeit. Der Abschluss an diesem Tag war an einer Strandbar. Wir lagen auf einer Couch direkt am Meer. Das Ambiente ist sehr schwer zu beschreiben. Es war einfach wunderschön. Überall sind Lichterketten um die Bäume gewickelt. Sehr romantisch dekoriert. Schade, dass wir diese Location nicht am Valentinstag gefunden haben. Es war ein toller Abend und ein grandioser Abschluss in diesem Gebiet der Insel. Morgen ging die Reise weiter. Wir blieben auf der Insel, jedoch ging es wieder zurück. Ganz in die Nähe der letzten Unterkunft.

 

Gegen Mittag checkten wir aus und waren 30 Minuten später in unserem neuen Bungalow. Wieder eine französisch geführte Anlage, namens Alcove. Direkt am Strand hatte Alcove zusätzlich ein Restaurant. An unserem ersten Abend auf Koh Phangan, aßen wir in diesem.

 

Wenn Du mal auf Koh Phangan bist und zufälligerweise in der Nähe, schau bei Alcove auf jeden Fall vorbei. Die Preise sind zwar ein wenig höher, aber die Qualität des Essens sowie das Ambiente sind unschlagbar. Wirklich!

Aufgestanden! Wir hatten von Niko (das ist der Besitzer der ersten Unterkunft) einen Tipp bekommen. Wir sollten die Bar namens Bluerama besuchen. Sie ist auf einem Berg gelegen mit einem wunderschönen Panoramablick auf das Meer. Der Weg zu dieser Bar ist relativ steil. Vielen lassen den Roller stehen und laufen die letzten Meter.

 

Wir natürlich nicht!

 

Bis zu den Treppen hochgefahren, bevor wir den Roller abstellten, um die letzten Stufen zu laufen. Ich muss ehrlich sagen, uns hat es ein wenig die Sprache verschlagen. Der Ausblick ist atemberaubend. In vorderster Front gibt es zusätzlich einen kleinen Pool. Wir nahmen Platz und durchstöberten die Getränkekarte. Logischerweise war es dementsprechend teuer, aber dieser Blick hatte es verdient. Somit bestellte Monja sich ein Kokosnuss-Shake, der nebenbei sehr gut schmeckte, und ich ein Bier. Wir lehnten uns zurück, schlürften unsere Getränke und schauten einfach aufs Meer. Dieser Besuch hatte sich gelohnt und somit fuhren wir gut gelaunt zurück.

 

Nächster Stopp – Seven Eleven. Wir besorgten uns Chips und fuhren an unseren Strandabschnitt. Wir setzten uns in den Sand, knabberten unsere Snacks und warteten bis die Sonne am Horizont verschwand.

Leider war der letzte Tag auf Koh Phangan angebrochen. Wir standen sehr früh auf, da wir heute die Insel Koh Ma besuchen wollten. Die Besonderheit dieser Insel ist, dass sie durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist. An was wir aber leider nicht gedacht haben, dass diese Sandbank erst bei Ebbe entsteht und erst nachmittags sichtbar wird. Somit standen wir am Strand und waren enttäuscht. Ich packte meine Drohne aus und flog mit Ihr ein wenig herum. Zumindest ein paar Videos wollte ich von dieser Insel haben.

Die Insel Koh Ma
Die Insel Koh Ma

Wir tranken erstmal einen Kaffee, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Als wir am Roller ankamen, haben wir ein Schild gesehen, mit der Aufschrift „Waterfall“. Diese Gelegenheit nahmen wir wahr und liefen in Richtung Dschungel. Man musste durch eine Bungalowanlage hindurch. Ich schaute nach links und sah ein Mann auf der Veranda sitzen. Plötzlich raschelte es von rechts. Mein Blick wendete sich auf die Seite und plötzlich kam eine Schlange hinter einem Holzstück hervor. Wir erschraken, aber erkannten relativ schnell, dass es sich hierbei um keine echte Schlange handelte. Es war eine Plastikschlange und an dieser war ein Nylonfaden befestigt. Es war der Mann der uns einen Streich spielte. Nach diesem kurzen Schreckmoment mussten wir doch sehr lachen.

 

Nennt man sowas Einfallsreichtum oder ist das Langeweile?

 

Gut gelaunt ging die Reise weiter. Wir kamen nach einigen Minuten am Wasserfall an. Das Glück war auf unserer Seite. Kein Mensch weit und breit. Somit konnten wir schöne Fotos machen, ohne dass jemand im Bild war. Wir verweilten einige Zeit an diesem Wasserfall, bis wenig später ein Ansturm von Touristen kam. Das war der Startschuss sich eilig zu entfernen. Wir packten unsere Sachen und liefen zurück zum Roller.

 

Die Affen durften wir nicht vergessen. Wir machten Halt an einem Obststand und kauften eine ganze Staude Bananen. Danach fuhren wir ganz in den Norden, genau dorthin, wo wir die Affen vor ein paar Tagen sichteten. Nach kurzem Suchen fanden wir sie schließlich. Anfänglich hatte Monja doch sehr großen Respekt und hielt sich somit im Hintergrund. Doch mit der Zeit, taute sie auf und wollte schließlich die Affen selbst füttern. Es war ein tolles Erlebnis und ist immer aufs neue eine witzige Erfahrung.

Ein Traumstrand im Norden der Insel
Ein Traumstrand im Norden der Insel

Koh Ma ging uns trotzdem nicht aus dem Kopf. Somit entschieden wir uns etwas zu essen, anschließend noch ein wenig an den Strand zu gehen und gegen Nachmittag wieder Richtung Koh Ma zu fahren.

 

Monja hatte die Bilder von Koh Ma vor Augen und machte mich darauf aufmerksam, dass diese Bilder von einer Anhöhe aufgenommen worden sind.

 

Somit suchten wir diese Location. Nicht lange und wir haben diese Skybar gefunden, die natürlich überfüllt war. Trotzdem haben wir tolle Fotos aufnehmen können. Ich war anschließend froh, dass wir uns gegen die Sandbank und für die Skybar entschieden haben. Unmengen an Menschen tummelten sich jetzt auf der Sandbank, die nun deutlich sichtbar war. Somit hatten wir doch noch unser Ziel erreicht.

 

Es ging zurück zu unserem Strand. Ich holte noch schnell die Drohne. Wir gingen soweit es ging ins Meer und es entstanden tolle Drohnenaufnahmen.

Da es der letzte Abend war, gönnten wir uns nochmals ein Essen im Alcove. Es war der gelungene Abschluss. Wir hatten ein Liegetisch direkt am Strand inklusiver Live-Musik. So konnte unser wirklich tolle und wunderschöne Zeit auf Koh Phangan enden.

 

Der Morgen der Abreise war angebrochen. Früh mussten wir aus unserem Bungalow auschecken, da unsere Fähre um 7 Uhr losfuhr. Mit dem Taxi ans Pier, auf die Fähre und mit dem Bus an den Flughafen von Surat Thani.

 

Nach Bangkok ging es. In weniger als 45 Minuten kamen wir in Bangkok an. Wir zogen ein Ticket an der Taxi-Linie und fuhren wenig später zu unserem Hotel. Nach dem Check-in liefen wir ein wenig in der Gegend herum. Es war wahnsinnig heiß in Bangkok und der Smog machte es nicht erträglicher. Der Abend war gekommen und wir zogen uns schick an. Das Ziel des Abends war der Lebua State Tower. Dieser ist aus dem Film Hangover 2 sehr bekannt und erfordert eine gewisse Abendgarderobe. Dementsprechend teuer ist dort. Da wir noch Budget zu Verfügung hatten, wollten wir uns einen Cocktail gönnen.

 

Am Fahrstuhl angekommen spürte man das Niveau des Hotels. Wir wurden von mehreren Angestellten begrüßt. Wir gingen aus dem Fahrstuhl raus und mussten eine Treppe hinuntersteigen. Uns wurde jede Treppe mit der Hand gezeigt, sodass wir auf keinen Fall stürzten. Ehrlich gesagt, war mir das unangenehm. Ich fühlte mich wie ein König, der eine Schar Diener hatte. Das war nicht meine Welt, aber eine Erfahrung wert. Als wir schließlich auf der Terrasse ankamen war der Eindruck schon gewaltig. Ein hauseigener DJ legte auf. Uns bot sich eine gewaltige Skyline von Bangkok auf. Einfach grandios.

 

Wir durften uns natürlich selbst einen Platz auswählen und bekamen daraufhin die Getränkekarte. Dass es teuer werden würde war mir klar. Aber 40 Euro für einen Cocktail, dass fand ich sehr überzogen. Trotz allem war es genau die richtige Entscheidung. Wir bekamen unsere Cocktails, die nicht sehr groß waren, mit ein paar Nüssen serviert. Als unsere Gläser leer waren, liefen wir zur Brüstung und fotografierten die Skyline. Es war ein wirklich gelungener Abschluss unserer Thailandreise, die leider morgen enden sollte. Wir fuhren zufrieden zurück in unser Hotel.

 

Monja auf dem Boot in Richtung Chinatown
Monja auf dem Boot in Richtung Chinatown

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und frühstückten gegenüber von unserem Hotel im Ibis. Leider bot unser Hotel kein Frühstück an, somit mussten wir zur Konkurrenz. Nach einem ausgiebigen Büffet, steuerten wir Richtung Pier.

 

Wir fuhren mit einem kleinen Boot nach Chinatown. Ich wollte Monja dieses Gebiet zeigen, da ich der Ansicht bin, wenn man in Bangkok ist, dann sollte man Chinatown gesehen haben. Kurz darauf waren wir angekommen. Wir schlenderten durch die engen Gassen, immer tiefer und tiefer. Es wurde immer verwinkelter. Ich liebe es einfach mich treiben zu lassen. Es ist Wahnsinn was diese Menschen alles verkaufen. Für diejenigen die Wish kennen. Monja sagte, wir sind in der Wishstrasse.

 

Meine Freundin wurde immer ruhiger und ich fragte sie was Ihr den fehlt. Ihr setze die Hitze und vor allem der Smog sehr zu. Sie bekam schlecht Luft und somit mussten wir Chinatown verlassen. Es reichte sowieso, da wir schon gute 3 Stunden dort verbrachten. Außerdem hatten wir heute noch den beschwerlichen Heimflug vor der Brust.

 

Somit entschieden wir mit dem Taxi zur Khao San Road zu fahren. Es war Mittag als wir ankamen und es war zum Glück nicht viel los. Wir liefen durch die Souvenirshops und aßen anschließend eine Kleinigkeit, bevor wir mit dem Tuk Tuk zurückfuhren. Die Zeit war leider gekommen. Wir machten uns frisch und verließen Bangkok mit dem Taxi in Richtung Flughafen.

 


Fazit dieser Reise


Somit endete leider das Abenteuer Thailand. Die Zeit ist wahnsinnig schnell vorbeigegangen. Nach meinem Gefühl schneller als sonst. Eins kann man sagen. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel in kurzer Zeit erlebt. Zudem kann ich mich nicht erinnern, jemals so viel gelacht zu haben. Und dies verdanke ich meiner Freundin Monja. Vielen lieben Dank Baby für die wundervolle Zeit. Es war mein schönster Urlaub. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer mit dir.

 

 

 

Ich liebe dich!

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