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Roadtrip durch Marokko

3 Wochen Roadtrip durch Marokko

Mietauto
Mein kleines Auto für den Roadtrip

Und so ging die Reise los!

Am Ende des Roadtrips waren es 2200 Kilometer

Am 9.4 ging die Reise in das für mich unbekannte Land Marokko los. Ich hatte zuvor gehört, dass ich den Orient aus vergangenen Tagen, nur noch in diesem Land finden könnte. So ging es von Frankfurt- Hahn in die alte Königsstadt Fès.

Angekommen am Flughafen musste ich ein Formular ausfüllen, mit dem ich einreisen durfte. Nur leider hatte ich keinen Stift. Dieser Stift wurde mir von der Seite angeboten. Es war ein junger Mann namens M'hoamed. Wir hatten im Flugzeug bereits Blickkontakt. Das Formular war ausgefüllt und wir stellten uns in der Warteschlange an. Wir lernten uns kennen. Er erzählte mir, dass seine Mutter ihn vom Flughafen abholen würde und bot mir zugleich an, mich vor die Tore der Altstadt zu fahren. Vom Flughafen raus und rein ins Auto. M'hoamed's Schwester und deren 2-jährige Tochter waren dabei. Sie fuhren mich direkt vor eines der 4 Tore der Medina. Ich verabschiedete mich und verschwand in der Medina. 

Die alte Königsstadt Fès

Ich habe mit Bedacht mein Hostel gewählt. Am Anfang der Medina. Leicht zu finden! Die Medina von Fes hat 11.000 Gassen. Hinaus zu finden ist harte Arbeit. Nach kurzer Suche fand ich es schließlich. Ich checkte ein, legte meine Backpacks ab und machte mich auf den Weg. Der Magen knurrte. Nachdem ich was gegessen hatte, besorgte ich mir noch eine SIM Karte mit genügend Datenvolumen. So ging ich zurück ins Hostel um zu duschen und frühzeitig zu schlafen. 

Der nächste Tag war angebrochen. Nach dem Frühstück begab ich mich in die chaotische Medina. Einfach nur treiben lassen und schauen was passiert, war meiner Devise. So stand ich vor der bekannten Touristenattraktion „Die Gerberei“. Eine penetrant stinkende Brühe, in dem die Männer stehen. Sie befinden sich in vielen rund gemauerten Löchern, in unterschiedlichen Größen, Höhen und Weiten. Barfuß trampeln sie auf dem darin befindlichen Leder herum, erst wird es gegerbt, dann getrocknet und dann gefärbt. Man kann diese Knochenarbeit von verschiedenen Balkonen bestaunen. Sie geben einem Minzblätter, die man vor die Nase halten soll um den Geruch zu überdecken.  Darauf habe ich verzichtet, da ich diesen Geruch als nicht schlimm empfand. Ich kam mir teilweise vor wie im Mittelalter. Ziegenköpfe hingen aufgespießt an der Wand. Köpfe von Kühen, baumelten an einem Steil von der Decke hinunter. Die Hühner werden mitten in der Medina getötet und ausgenommen. Fische liegen auf der Straße zum Verkauf bereit. Es ist zugegeben ein heftiger Kulturschock, aber sehr interessant.

 

Nachdem ich die Gerberei besucht hatte, musste ich mir Bustickets besorgen. Also raus aus der Altstadt und zum Busbahnhof. Der Plan war folgender. Chefchaouen, die blaue Perle im Norden. Das war das nächste Reiseziel.
Nachdem ich die Tickets hatte, stieg ich noch einen Berg hoch von dem man einen super Ausblick über die Medina hatte.

Ich ging wieder zurück ins Hostel, da ich mit M'hoamed verabredet war. Wir tranken zunächst einen Tee in der Altstadt, bevor mir M´hoamed ein luxuriöses Riad zeigte. M'hoamed's guter Freund arbeitet dort. Ein wirklich cooler Typ. Danach sind wir zu einem Café gefahren und aßen typisch marokkanisch. Was es genau war, bekomme ich nicht mehr zusammen. Eine Art Blätterteig, gefüllt mit handgemachten Käse. Die süße Variante war gefüllt mit Nutella. Als Nachtisch hatte ich einen von Hand gemachten Joghurt. Von Anfang bis Ende schmeckte es mir sehr gut. Zum Abschluss fuhren wir an die Tore der Medina und tranken einen Tee. Danach verabschiedeten wir uns.

 

Chefchaouen - die blaue Stadt

 

Früh morgens checkte ich im Hostel aus und fuhr mit dem Petit Taxi zum Busbahnhof. Mit dem Bus ging es dann 4 Stunden Richtung Norden. Angekommen in Chefchaouen, fuhr ich wiederum mit dem Petit Taxi und zwei Amerikanern an den Rand der Medina. Dank Google Maps war das Hostel schnell gefunden. Ich checkte ein, warf wieder die Backpacks ins Zimmer und machte mich auf die Essenssuche. Der Hostelbesitzer empfahl mir ein Restaurant. Meine Bestellung, Kebap in Souce. Vorab bekam ich Oliven, ein Fladenbrot (Standard) und eine scharfe Souce. Das Essen war spitze. Mit gefülltem Magen ging ich zur Unterkunft zurück.

Am nächsten Tag schaute ich mir die Medina an. Das Highlight in Chefchaouen ist, dass fast die komplette Medina blau ist. Viel mehr gibt es hier nicht zu sehen.


In Chefchaouen wird man oft angesprochen ob man Haschisch kaufen möchte. Ich lernte einen Berber kennen, der mir berichtete, dass die Menschen in Chefchaouen versucht haben, Gemüse anzubauen. Nichts wollte hier wachsen, außer der Cannabis.  

 

Ich stieg wieder auf einen Berg, von diesem man die komplette Medina überblicken konnte. Lange konnte ich mich dort nicht aufhalten, da es anfing zu regnen. Und es hörte auch nicht mehr so schnell auf. Ich besuchte wieder das Restaurant von gestern, aß wieder Kebap in Souce und lief noch ein wenig im Regen rum, bevor ich in meine Unterkunft zurückging. Das Hostel hatte keine Heizung. Nur einen Gasbrenner, der im Gemeinschaftsraum stand. Nur leider brachte er nicht viel. Es war sau kalt. In meinem Zimmer konnte ich meinen eigenen Atem sehen. Somit war ich froh, dass die Nacht rum war und ich Richtung Bushaltestelle laufen konnte. Ich war pünktlich da. Der Bus aber nicht. Willkommen in Marokko. 2 Stunden verspätet, bei Dauerregen.

Kurz darauf, fuhren wir endlich los.

Auf der Rückfahrt waren teilweise die Straßen überflutet . Ich war froh wieder in Fès zu sein.
Ich hatte zwar Pech mit dem Wetter, aber Chefchaouen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Die alte Königsstadt Fès

 

Wieder angekommen in Fes holte mich M'hoamed am Busbahnhof ab und fuhr mich an die Tore der Altstadt. Ich hatte wieder das gleiche Hostel gebucht. Schneller Check-in und was essen. Wir aßen nicht weit von meiner Unterkunft entfernt, da ich doch recht müde war und zudem morgen sehr früh aufstehen musste.

Roadtrip nach Zaida

 

Am Morgen des 14 April frühstückte ich zunächst, bevor ich meine Rucksäcke packte. Ich fuhr mit dem Petit Taxi zu Europcar. Die Zeit für meinen Roadtrip war gekommen.

Zugegeben hatte ich ein wenig Bauchschmerzen aus Fès rauszufahren, da es doch recht chaotisch zugeht und teilweise recht aggressiv gefahren wird. Nach der Schlüsselübergabe gönnte ich mir noch einen Kaffee.

Nun ging es los. Handyhalterung aufgebaut. Handy rein. MapsMe geöffnet und Ziel eingegeben. Vorbereiteter USB Stick mit meiner eigenen Musik eingesteckt und es kam eine Fehlermeldung. Ich wusste sofort, dass ich den Stick falsch formatiert hatte. Ich hatte einen Bluetooth Lautsprecher dabei. Somit war das Problem schnell gelöst. Der Wagenpfleger wollte noch zuvor Trinkgeld. Schlüssel rein und los ging es. Ich startete mit Sonne die nach geraumer Zeit in Regen überging. Ich fuhr Richtung Atlasgebirge. Die ersten Steigungen fingen an. Es wurde immer düsterer. Kurve für Kurve. Immer höher in den Atlas hinein. Oben angekommen staunte ich nicht schlecht. Alles voll Schnee. Soviel Schnee das Räumfahrzeuge fuhren. Ein Wechselbad der Wetterlagen. Sprachlos musste ich plötzlich bremsen. Affen kreuzten den Weg. Ich hatte zuvor schon einige Male Affen gesehen. Doch im Schnee, waren sie mir unbekannt. 

Als ich in Zaida ankam, war ich ziemlich müde. Dieser Ort ist nicht wirklich sehenswert. Und das ist noch untertrieben. Aber es ist ein guter Zwischenstopp für eine Reise nach Merzouga. Merzouga liegt an der Sahara und dies ist mein nächstes großes Ziel.

Zaida nach Merzouga

Auf diese Strecke freute ich mich besonders. Der Abschnitt soll malerisch schön sein, sagt man. Ich frühstückte nochmals ausgiebig und packte meine Rucksäcke. Ich zahlte meine Übernachtung, stieg ins Auto und tippte das Ziel "Merzouga" ins Navi. 280 Kilometer lagen nun vor mir. Es waren größtenteils wunderschöne Kilometer die mir noch lange im Gedächtnis sein werden.

Meine Erwartungen waren hoch. Ich habe vorab viele Berichte über diese Strecke gesehen. Zum Glück wurden sie übertroffen. Ein wunderschönes Naturschauspiel sucht seinesgleichen. Immer wieder musste ich anhalten und aus dem Wagen steigen. Immer wieder war ich aufs Neue sprachlos.
Da ich alleine reiste und dementsprechend der Fahrer war, musste ich meine abschweifenden Blicke korrigieren und mich auf das Wesentliche konzentrieren, das Fahren. Dass dies schwierig ist, weiß jeder der diese Strecke schon einmal gefahren ist.

Nach 6 Stunden und doch sehr müde kam ich in Merzouga an. Das Haus ist nach traditioneller Berberbauweise aus Lehm und Kamelfutter gebaut. Backpacks ins Zimmer geworfen und den traditionellen Pfefferminztee serviert bekommen. Ich buchte zugleich noch für den nächsten Tag meine Tour in die Wüste. Der Besitzer zeigte mir nach dem Tee ein von ihm empfohlenes Restaurant. Nach dem Essen ging ins Zimmer und packte meine Sachen aus. Ich duschte und lud meine Akkus von Gopro, Kamera und Handy auf. 

Merzouga und die Sahara

Der Tag der Wüstentour war angebrochen. Heute zwischen 17 und 18 Uhr startet das Abenteuer. Erstmal habe ich ausgiebig mit einem deutschen Pärchen gefrühstückt, Sarah und Daniel. Da wir vor Neugierde platzen, konnten wir nicht bis abends warten. Wir liefen Richtung Dünen. Das erste Mal den feinen Sand zwischen den Füßen spüren. Es war toll. Wir blieben nicht allzu lange, da die Sonne am höchsten Stand. Es war zwar noch Winter in Marokko, trotzdem merkte man, dass man sich in der Wüste befand. Wir nahmen noch eine kleine Stärkung zu uns und kehrten zum Hostel zurück. Schließlich mussten wir noch die Rucksäcke packen.

Die Rucksäcke waren gepackt und wir warteten im Gemeinschaftsraum auf der Couch. Ein zweites deutsches Pärchen kam in den Raum, Sandra und Tim. Kurz darauf wurden wir mit dem Jeep abgeholt und fuhren an den Anfang der Wüste. Von dort aus startete unsere Wüstentour. Wir brauchten ca. 1 Stunde bis wir an unserem Camp ankamen. Als wir ankamen, wurden uns die Zelte zugeteilt. Es waren mehrere Gruppen die sich im Camp getroffen haben. 

Ich schnappte mir erstmal das für uns bereitgestellte Snowboard und rannte die Dünen hoch. Mir blieb nicht viel Zeit da die Sonne unterging. Es war wahnsinnig schön.

Sandra und Tim sind auch Reiseblogger und haben einen schönen Blog. Wir haben uns sehr gut verstanden und trafen uns in Essaouira wieder. Hier geht es zu Ihrem Blog https://www.shorelights.de/

Jetzt gab es erstmal Tee und wir tauschten uns aus. Nach geraumer Zeit wurde uns das Essen serviert. Wir aßen alle gemeinsam an einem länglichen Tisch.  Es war köstlich. Zum Schluss gab es noch einen Nachtisch, der wiederum sehr lecker war. Es hat uns an nichts gefehlt. Das Lagerfeuer wurde entzündet und die Berber sangen und spielten auf ihren Trommeln. Ich schaute ein wenig zu, legte mich schließlich in den Sand und schaute in den Himmel. Noch nie zuvor hatte ich so viele Sterne gesehen. Ein unbeschreibliches Gefühl. Der Abend war toll und wir gingen zufrieden zu Bett.

Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 06:15 von den trommelnden Berbern geweckt. Ich stand relativ zügig auf da ich wusste, dass sich es lohnt. Sonnenaufgang! Und wieder war ich sprachlos.

Wir bekamen Frühstück und machten uns auf den Weg zurück. Dieses Mal war der Sand unter den Füßen angenehm kalt. Einfach ein tolles Gefühl, barfuß durch die Wüste zu laufen.
(Es waren auch Dromedare dabei, nur zog ich es vor zu laufen!)

Im Hostel angekommen duschte ich, packte meine Rucksäcke und fuhr schließlich mit Daniel und Sarah zusammen los.  Wir hatten dieselbe Richtung und somit haben wir uns entschieden, gemeinsam zu fahren. Bevor wir losfuhren, checkte unser Hostelwirt Mohamed unsere Autos gründlich.

Merzouga nach Tinghir

Wir besuchten eine große Schlucht namens Todra. Diese Schlucht hat Steilwände die bis zu 300 Meter hoch sind. Deswegen ist sie im Klettersport sehr beliebt. Die Fahrt zu dieser Schlucht ist sehr schön. Leider ist sie auch sehr touristisch. Schließlich ging es weiter Richtung Tinghir.

Als wir in meinem Ort an kamen, verabschiedeten wir uns voneinander und ich fuhr zum meinem Hostel in Tinghir. Ich checkte ein, telefonierte mit meiner Familie, Freunden und aß ein Berber Omelett mit einem Berbersalat. Daraufhin ging ich schlafen.

Tinghir nach Ait Ben Haddou

 

Heute sollte es nach Ait Ben Haddou gehen. Nach dem Frühstück fuhr ich los. Ich wollte auf dem Weg noch die Dades Schlucht besichtigen. Gute 200 km zeigte das Navi an. Als ich noch 70 km von meiner Unterkunft entfernt war, hielt ich bei einer Tankstelle an. Der Tankwart füllte mir den Tank. Da ich gut in der Zeit war, gönnte ich mir noch einen Kaffee. Ich tippte Dades in mein Navi ein, um zu sehen wie weit es noch ist. Lange könnte es nicht mehr sein. Da kam die Ernüchterung. Ich fuhr 90 km an der Schlucht vorbei. Da ich unbedingt diese Schlucht sehen wollte, blieb mir nichts Anderes übrig als umzudrehen. So fuhr ich die 90 km zurück. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ich trank oben beim Aussichtspunkt noch einen frisch gepressten Orangensaft und verweilte nicht allzu lange, da ich noch gute 220 km vor mir hatte. Es war schließlich schon 15:30 Uhr. In Marokko sind 220 km sehr lange; das zieht sich wie Kaugummi.
Um 18:15 Uhr kam ich schließlich bei der Unterkunft an. Ich war sowas von müde. Meinen obligatorischen Willkommenstee habe ich noch getrunken. Darauf aß ich und duschte, bevor ich mich schlafen legte.

Ait Ben Haddou

Es war früh am Morgen. Ich frühstückte und fuhr zur bekannten Kasbah. Man muss rechtzeitig dort sein, da um 10 Uhr die Touristenbusse aus Marrakesch kommen. Meine Unterkunft lag 2 km von der Festung entfernt, somit war ich früh an der Kasbah.

Ait Ben Haddou ist eine befestigte Stadt die am Fuß des hohen Atlas liegt. Seit dem Jahr 1987 ist sie von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Viele berühmte Filme und Serien wurden hier gedreht wie z.B. James Bond, die Bibel, Gladiator, Game of Thrones uvm.

Ich schaute mir die Kasbah an. Als ich alles gesehen hab, gönnte ich mir einen Kaffee. An der Festung liegt ein kleines Flussbett mit verschiedenen Oasen. Dieses Flussbett bin ich entlanggegangen. Fernab vom Massentourismus. Die Busse aus Marrakesch waren längst da. Ich setzte mich in eine Oase und schaute dem wilden Treiben aus sicherer Entfernung zu. So ging einige Zeit ins Lande worauf ich Hunger bekam.

 

Laut einem Internetportal gab es ein sehr gutes Restaurant in der Nähe. Meine Bestellung war ein Berber Omelett.  Es war sowas von gut, dass ich hoffte, der Teller würde nie leer werden.
Mit vollem Magen ging es in die Nachbarstadt Quarzarzate. Ich suchte den nächsten Geldautomaten. Neues Geld war im Geldbeutel und somit ging es zurück in die Unterkunft. Den Tag habe ich mit einem Tee ausklingen lassen.

Ait Ben Haddou nach Essaouira

An diesem Morgen startete ich relativ früh. Wir hatten 9 Uhr, als ich mein Auto in Bewegung brachte. 376 marokkanische Kilometer waren zu fahren. Laut Google Maps bräuchte ich 6:10 Stunden, zuzüglich Pausen. Ich musste wieder quer über den Atlas fahren und diese Strecke hatte es in sich. Doch zugleich war sie wieder wunderschön. Nach der Gebirgskette, war es relativ unspektakulär. Bis ich in Marrakesch war. Ich war einen Moment unkonzentriert und da nahm das Unglück seinen Lauf. Ich fuhr auf eine Fahrbahn, auf der nur Buse fahren durften. Leider bemerkte ich es zu spät und konnte zwecks dem hohen Bordstein, nicht rechts auf die normale PKW Spur fahren. Dann eben an der nächsten Kreuzung, dachte ich.


Tja. Da stand rein zufällig die Polizei. Durch hunderte Kontrollen bin ich gefahren. Immer durfte ich passieren. Dieses Mal war es eine Ordnungswidrigkeit und ich wurde sofort aufgefordert anzuhalten. Er wollte die Papiere des Autos und sagte mir, dass ich ihm umgerechnet 40 Euro geben sollte. Ich verneinte. Daraufhin wollte er meinen Führerschein und fragte mich nochmals ob ich denn zahlen würde. Wiederum vereinte ich mit dem Zusatz, dass ich Student bin (was natürlich nicht stimmte). Jetzt sollte ich den Motor ausmachen und ihm den Reisepass geben. Er lief weg und kam nach 10 Minuten wieder. Zahlst du jetzt? Ich sagte wieder nein. Warum ich in dieser Situation wieder die Aufforderung des Polizisten nicht Folge geleistet habe, weiß ich selbst nicht. Ich wusste nur, dass einige Polizisten korrupt sind und ich vielleicht einen vor mir hatte. Er schaute mich an, gab mir meine Dokumente wieder und sagte "Pay Attention". Somit setzte ich schnellsten mein Auto in Bewegung und fuhr weg. Glück gehabt!

Essaouira - meine Wohlfühloase

 

Am späten Nachmittag bin ich dann in Essaouira angekommen und traf mich mit Sandra und Tim, die ich in der Wüste kennengelernt habe. Sie zeigten mir die Medina von Essaouira und den Hafen. Am Abend gingen wir zusammen Essen. Wir liefen noch ein wenig durch die Medina und verabschiedeten uns voneinander. Es war schön die beiden wieder zu sehen.

In Essaouira blieb ich schließlich 4 volle Tage, da ich ehrlich gesagt mein Tempo entschleunigen wollte. Ich schlief morgens länger, spazierte am Strand entlang, trank jeden Tag am Hafen meinen frisch gepressten Orangensaft.

 

Ich ging von Kaffee zu Kaffee um einfach das wilde Treiben zu beobachten. Ich besuchte eine Kunstgalerie und lief in der Medina auf und ab. Jeden Tag ging ich auf die Festungsmauern, beobachtete die Wellen die gegen die Felsen schlugen und abends den Sonnenuntergang.

 

Es waren 4 schöne und vor allem ruhige Tage, die ich brauchte um alles zu verarbeiten was ich erlebt habe; denn dies war viel!

 

Daniel und Sarah traf ich auch in Essaouira. Wir aßen zusammen und verbrachten teilweise den nächsten Tag zusammen. Die Restaurants in Essaouira sind sehr schön eingerichtet und gestaltet. Zudem ist die Qualität der Speisen hervorragend. Im Durchschnitt zahlt man hier zwischen 6 und 12 Euro für ein Hauptgericht. Fischgerichte schlagen mit etwas mehr zu Buche, sind aber dafür fangfrisch! Essaouira ist ein sehr idyllischer Ort, an dem ich mich entschleunigen und vor allem relaxen konnte.

Essaouira nach Rabat

 

Leider war der Tag gekommen, an dem ich Essaouria verlassen musste. Ich checkte aus und fuhr Richtung Casablanca. Mein Übernachtungsziel war Rabat. Nach 130 km erreichte ich die Autobahn. Das erste Mal in Marokko eine Autobahnfahrt. Somit waren die 470 km bis nach Rabat schnell. Meine Unterkunft lag in einem sozial schwachen Bereich. Marokko ist allgemein ein sehr armes Land, doch war ich nun in einer Gegend, in der ich mich unwohl fühlte. Die Nacht war kurz, da ich doch sehr schlecht schlief.

Das ist der Ausblick meiner Unterkunft in Rabat
Ausblick meiner Unterkunft in Rabat

Rabat nach Fès

 

Es war Donnerstag der 26.04.2018. Somit der letzte Tag vor dem Abflug. Ich fuhr früh morgen nach Fés, damit ich die Medina nochmals erleben konnte.

In Fés angekommen, gab ich den Mietwagen ab und fuhr mit dem Taxi an das Medina Tor. Mein Gepäck ins Zimmer geworfen und in das Getümmel der Medina gestürzt.

Ich ließ mich wiederum treiben und beobachtete das Geschehen. Zudem besuchte ich noch die älteste Koranschule. Nach dem Essen und einem frisch gepressten Orangensaft, ging ich zurück in Hostel um meine Backpacks zu backen. Ich schlief nicht wirklich viel, da ich um 02.30 Uhr aufstehen musste. Mit dem Taxi ging es schließlich zum Flughafen. Somit endete die Abenteuerreise Marokko.

Fazit

 

Marokko ist tolles Land. Die Landschaft ist atemraubend, die Menschen sind überwiegend sehr freundlich, offen und hilfsbereit, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Die Unterkünfte und das Essen sind relativ günstig.

 

Man sollte aber nicht vergessen, dass Marokko auch ein sehr armes Land ist. Die meisten Menschen haben fast nichts im Vergleich zu uns Europäern. Und doch haben diese Menschen mehr Lebensfreude als die meisten von uns. Ich habe mit vielen Einheimischen gesprochen und alle sagen sie das selbe. „Wir wollen eine günstige Unterkunft, günstiges Essen und eine Arbeit“. Damit sind diese Menschen zufrieden.

Für mich persönlich war der Kulturschock heftig, trotz meiner guten Recherchen.  Gleichwohl war es für mich eine tolle Erfahrung. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und bin froh, dass ich Marokko als Reiseziel gewählt habe. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Eveline Erbacher (Sonntag, 06 Mai 2018 19:25)

    Ein wunderschöner, lebendiger Reisebericht. Es liest sich wie ein Buch von Tausendundeine Nacht.

  • #2

    Travelingbird (Sonntag, 06 Mai 2018 20:22)

    Vielen lieben Dank für deine Meinung. Es freut mich sehr :)

  • #3

    Magi Hermann (Donnerstag, 17 Mai 2018 20:49)

    Spannendes Abenteuer, dass man gerne liest! Alleine zu reisen ist eine Herausforderung, zu der nicht jeder fähig ist! Wunderschöne Fotos und ein sehr interessanter Beitrag! Ich reise nicht viel, aber so lerne ich gerne ein Stück (mehr) Welt kennen�. Danke und bitte mehr davon!��

  • #4

    Travelingbird (Sonntag, 20 Mai 2018 16:55)

    Hey Magi :) Vielen lieben Dank für deinen ganz tollen Beitrag. Ich habe mich riesig gefreut und werde dich auch zukünftig mit auf meine Reisen nehmen!